LHK und ISUM Dance Company

Preisgekrönte koreanische Tanzgruppe am 27. Januar zu Gast in Worms

Tanz trifft Museum: Am 27. Januar 2016 macht die koreanische Tanzgruppe „LHK&ISUM Dance Company“ (ISUM) um 19 Uhr Station im Museum Heylshof. Das mehrfach preisgekrönte Ensemble, das in der Vergangenheit bereits für vollbesetzte Häuser in Deutschland sorgte, zeigt das Stück „The Fragments of Memory – The Songs which are for the Weak of this Era“. Der kreative Kopf der Gruppe, Choreographin Hea Kyung Lee, gilt in ihrer Heimat als eine der besten ihres Berufs und erhielt 2010 den „Special Artist Prize“ des Korea Arts Critics Council. Karten für die Veranstaltung sind an der Abendkasse für vier Euro erhältlich.

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10. Oktober bis 30. Dezember 2015: »Lebenslinie«.
Malerei von Gregory Dembowsky. 40 Jahre Arbeit in der Kunst.

«Dreifaltigkeit Sergius», 60х80, Tempera, Papier, 1974.
«Dreifaltigkeit Sergius», 60х80, Tempera, Papier, 1974.

»Einem verbreiteten Missverständnis zufolge wird „Kolorismus“ in der Malerei allzu rasch mit strahlend-bunten Farben und starken Kontrasten gleichgesetzt. Und auf den ersten Blick könnte ein unbedarfter Betrachter meinen, die farbgewaltigen, ausdrucksstarken Bilder Gregory Dembowskys würden dieser vordergründigen Auffassung einer farbbestimmten Malerei entsprechen. „Kolorismus“ bedeutet aber in Wahrheit den Primat der Farbe als prägendes Gestaltungselement über die Form. Zu diesem koloristischen Ansatz, der eben nicht zwingend die Verwendung reinbunter Farben und harter Kontraste meint, passt es, dass die Arbeiten dieses Künstlers vom Ende der 1980er Jahre in der Farbgebung deutlich reduziert sind. Zum einen basieren sie auf düsteren Räumen oder einem dunklen Fond. Zum anderen nehmen sie die „Farbe“ Weiß zu ihrem bestimmenden Ausgangspunkt. In dieser Polarität spiegelt sich eine innere, fast existentialistische und spirituelle Haltung, ein Hang zur Konzentration auf das Essentielle des Menschseins und eine Neigung zum Elementaren in Welt und Natur. Licht und Schatten, Finsternis und Erleuchtung stehen am Anfang des Seins. Dies gilt sowohl für die Welt wie auch für ihre Darstellung in der Malerei.

Der gezielte Umgang mit dunklen Bildgründen wirkt wie Dembowskys ganz eigene Neuentdeckung der Malerei, die Erschließung der Palette aus ihrer farblosen Quelle heraus, dem Weiß als Summe des Spektrums der optischen Farbmischung des gebündelten Lichtes und dem Schwarz als Verdichtung der substanziellen Farbmischung, dem Zusammenfügen aller Pigmente. Der Künstler zeigt seinen souveränen, ökonomischen Umgang mit diesen elementaren Gestaltungsmitteln, indem er ebenso sparsam wie gezielt eingesetzte Helligkeitsakzente vor seine von dunklen Farbwerten bestimmten Bildräume setzt. Auf diese Weise entstehen geheimnisvolle, mit Leben erfüllte Silhouetten, die sich vor einem geheimnisvollen, rätselhaften und bisweilen bedrohlichen Nichts wie ein Hoffnungsschimmer abheben.

«Die Linie des Lebens, über dem Abgrund», 100x90, Acryl, Öl, Leinwand, 2013.
«Die Linie des Lebens, über dem Abgrund», 100x90, Acryl, Öl, Leinwand, 2013.

Während Dembowskys dunkeltonige Werke häufig Interieurs oder Nachtstücke kennzeichnen, steht das weiße bis graue Spektrum für Tageshelle und Außenräume und nicht zuletzt auch die als poetisch besetzte weite und unergründliche russische Landschaft. Die dunklen ebenso wie die hellen Hintergrundfarben haben eine entscheidende Wirkung für die Ausgestaltung oder besser Nichtgestaltung des Bildraumes. Bspw. verschmelzen verschneite Ebenen fast übergangslos mit bewölkten Himmeln oder die steile Aufsicht der Betrachterperspektive rückt den Horizont hoch an den oberen Bildrand oder sogar darüber hinaus, sodass nur ein einziger Bildplan, eine einzige Tiefenschicht die Figuren hinterfängt. Durch diese gewollte Nivellierung der bildnerischen Umgebung geraten die Figuren ins Schweben. Die Festigkeit der Bildgegenstände, die sich der Wahl von Primär- und Sekundärfarben, leuchtenden Farbflächen und starker Konturen verdankt, wird hierdurch bildkünstlerisch austariert und kontrastiv gesteigert. Durch diese Entgegensetzung von Figur und Raum vermag Dembowsky auf eine allzu realistisch gehaltene Modellierung seiner Bildfiguren zu verzichten und kann die Gestalten ebenso vereinfachen wie die Bildgründe und somit beide durch Reduktion in ihrem Ausdruck schließlich steigern.«
(Textauszug aus dem Ausstellungskatalog; Autor: Dr. Olaf Mückain)

VITA:

«Selbstbildnis», 80х80, Öl, Leinwand, 1974.
«Selbstbildnis», 80х80, Öl, Leinwand, 1974.
  • Wurde am 18.08.1955 als Kind einer Architektenfamilie in Moskau geboren.
  • 1978 Beendete die Kunstgewerbliche Hochschule in Moskau (ehemalige Stroganow-Kunstschule).
  • 1975 Erste Ausstellung. Nahm mit der Arbeit "Selbstbildnis“ an der 10. Moskauer Jugendausstellung teil.
  • 1978 Trat der Jugendvereinigung des Moskauer Kunstverbandes im Bereich Malerei bei.
  • Seit 1989 Mitglied des Künstlerverbandes der USSR in der Sektion «Monumentale Malerei».
  • 1990 Nahm erfolgreich an einer Auktion der Sowjetischen Malerei in Chicago teil.
  • 2007 Arbeitete in Paris. Erhielt die international anerkannte Berufsbezeichnung „Doktor der Kunst“.
  • 2010 Nahm an der Ausstellung «Himmel in der Kunst» im Russischen Museum in St. Petersburg teil.
  • 2011 Personalausstellung im Russischen Museum in St. Petersburg «Die Jagd auf den Wolf».
  • 2012 Erhielt den Titel „Professor der Internationalen Akademie der Architektur“.
  • 2013 Personalausstellung in den Sälen der Russischen Akademie der Künste «Biegung der Linie». Erhielt den Titel „Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste“. Arbeitete im Studio in Sachsen, Deutschland.
  • 2014 Nahm an der „CONTEXT Art Miami“ teil.

Die Vernissage findet am 10. Oktober um 16 Uhr statt: Termin